V e r e i n
SOLUX e.V.

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Seit Beginn des Projektes SOLUX in den Jahren 1991/92 verfolgt SOLUX die Vorstellung neben der Bereitstellung und Entwicklung von Solarleuchten auch die Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern über die Vorteile der photovoltaischen Leuchten und ihre Herstellung zu informieren. Es geht darum, das Konzept der nachhaltigen Energieversorgung auch in den Köpfen der Menschen zu verankern.

Die Einführung von Solarleuchten in Entwicklungsländern ist eine vielschichtige Aufgabe, die im interkulturellen Raum nur machbar ist, wenn die Prinzipien der „Bildung zur Nachhaltigkeit“ beherzigt werden.

  • Photovoltaische Solarleuchten stellen eine nachhaltige, umweltfreundliche und ökonomische Lösung zur Bereitstellung von Licht dar.
  • Solarleuchten ersetzen Kerosinleuchten die einen miserablen Wirkungsgrad haben und äußerst gesundheitsschädlich und umweltfeindlich sind. Der ungebremste Kerosinverbrauch bedroht die Lebensgrundlagen der Menschheit.
  • Trotz der technischen, ökonomischen und ökologischen Vorteile bedarf die Einführung von Solarleuchten in Entwicklungsländern einer breiten Aufklärung. der Bevölkerung. Diese muss Erwachsene und Kinder mit einbeziehen.
  • Der Umgang mit Kerosinleuchten (Ölleuchten) wurde seit Jahrhunderten praktiziert und eine Änderung von Lebensgewohnheiten bedarf der intensiven Bewusstseinsbildung.
  • Photovoltaik ist auch für Europäer eine neue Technologie. Diese bedarf auch hier der Aufklärung. Mit dem Konzept „SOLUX macht Schule“ wird die Brücke zwischen Nord-Süd geschlagen.
  • Die Einführung von Solarleuchten und Solarenergie in den ländlichen Regionen der Entwicklungsländer löst ein Gerechtigkeitsproblem zwischen „Stadt“ und „Land“. Menschen in netzfernen Regionen haben im Gegensatz zur Stadtbevölkerung keine Möglichkeit nach Sonnenuntergang zu arbeiten, zu lernen, zu lesen oder zu kommunizieren sofern sie nicht bezahlbares Licht zur Verfügung haben. Sauberes Licht zählt zu den Grundbedürfnissen der Menschheit und ist Teil der Armutsbekämpfung.
  • Durch die Montage von Solarleuchten in eigens dafür eingerichteten Solarwerkstätten wird einheimisches Personal geschult und die „Berührungsängste“ mit dieser neuen Technik werden abgebaut. Aus pädagogischer und wirtschaftlicher Sicht sind Solarwerkstätten „Türöffner“ für die Einführung von regenerativer Energie in Entwicklungsländern. Interessanter Weise begann auch in Europa die Elektrifizierung mit dem Einsatz von Strassen-und Raumlicht.

Das SOLUX Konzept wird seit fast zwanzig Jahren umgesetzt. Konkrete Beispiele dafür werden nachfolgend beschrieben:

1.    SOLAR-Werkstätten:
SOLUX hat in den vergangenen Jahren zusammen mit Partnern in über 26 Entwicklungsländern über 50 Solarwerkstätten eröffnet. Dabei wird das lokale Personal in der Montage, Reparatur und  Verbreitung von Solarleuchten unterrichtet.

2.    Projekt One-Child-One-Solarlight:
Im Mai 2008 hat SOLUX gegen internationale Konkurrenz den LifgtingAfrica Award gewonnen und damit im Dezember 2008 das Projekt in Ghana gestartet. Zur Projektumsetzung wurde zusammen mit einem Ghanaischen Partner die Firma Solar4Ghana Ltd. in Accra gegründet. Das Projekt One Child One Solarlight läuft bis März 2011 und die Firma Solar4Ghana Ltd. soll anschliessend in der Lage sein, den Vertrieb von Solarleuchten selbständig und nachhaltig weiter zu betreiben.
Es wurden inzwischen in über 150 Ghanaischen Schulen Lehrer und Schüler über den Nutzen von Solarleuchten informiert und etwa 4000 Solarleuchten über Ratenkredite an Lehrer und Eltern verkauft.
Der Kontakt zu den einheimischen Schulen ermöglicht es uns mit Hilfe von Lehrern und Kindern die Eltern zu gewinnen, damit auf die umweltschädliche Kerosinlampen verzichtet wird. Durch unsere Partner in Ghana werden die Lehrer der Schulen über die technischen Details und Vorteile von der Solar-Technik-Nutzung aufgeklärt. SOLUX e.V. versucht das Projekt auf andere Entwicklungsländer zu übertragen.

Wir schätzen, dass bisher ca. 10.000 Personen direkt an Schulen und bei Veranstaltungen erreicht wurden. Wir gehen davon aus, dass im Mittel 6 Personen von einer verkauften Solarleuchte profitieren und damit weitere 24.000 Personen erreicht wurden. Darüber hinaus ist das Projekt über Presse und Rundfunk sowie durch Verbreitung von  Informationsunterlagen und über unseren Internetauftritt einem breiten Publikum in und außerhalb Ghanas bekannt geworden. Wir beabsichtigen in den kommenden 2 Jahren weiterere 30.000 Personen direkt zu erreichen. Mehr dazu unter www.one-child-one-solarlight.org und Lehrerinfo und Häufig gestellte Fragen

3.    SOLUX macht Schule:
Das Thema SOLARLEUCHTE stößt auch bei deutschen Schulen zunehmend auf Interesse. Schulen montieren im Unterricht selbst Solarleuchten und spenden diese für Entwicklungsländer, treten in Kontakt zu afrikanischen Schulen und veranstalten Spendenaktionen zu Gunsten von Schülern in Entwicklungsländern. SOLUX-Leuchten stellen eine interessante Möglichkeit dar, den Nord-Süd Dialog zu beflügeln und lebendig zu gestalten. Mehr dazu unter www.blog.solux.org oder HIER

4.    Zusammenarbeit mit NGO´s:
Ein wichtiger Punkt ist die Zusammenarbeit mit NGOs, die sich der Förderung der Bildung in Entwicklungsländern verschrieben haben. SOLUX-Leuchten werden in Kinderheimen, Schulen und Bildungsinitiativen weltweit eingesetzt um durch Licht das Lernen nach Sonnenuntergang überhaupt erst zu ermöglichen. Dabei wird auch der Grundstein für ein Bewusstsein für den Umweltschutz und alternative Energien gelegt. Beispiele: Baobab, Bookwish Foundation

SOLUX e.V. Wallbergstr.3 82024 Taufkirchen Germany Email:info@solux.org
Homepage: www.solux.org Telefon 0049 (0)89 61209431